»2018 – Barthel und Most«

»2018 – Barthel
und Most«
Tagebuch

AND ALSO THE TREES

Am Nachmittag ein erholsames Gespräch mit meinem unsichtbaren Zweiten, dem ich gratulieren konnte, dass er zum Verleger des Jahres erkoren ward. Ob er auch zum Verleger meines Jahres werden wird: das wird sich weisen. Naturgemäß konnte er wiederum mich überraschen mit seiner wie harmlos gestellten Frage, wann ich ihm den Text liefern würde. Ich machte auf Künstler, und kündigte allfällige wie handelsübliche Überschreitungen der von ihm gesetzten Frist an. Da sagte er mit ein und demselben Lächeln »Kommt freilich überhaupt gar nicht in Frage, wir haben doch einen Vertrag.« Beim Griff zur ortsüblichen Rhabarberschorle verhängte er mir ein zweiwöchiges Ausgehverbot. Endlich! So einen Verleger hatte ich mir womöglich noch nicht einmal insgeheim, sondern recht offen, schon immer gewünscht.

Ging danach schnurstracks mit dem Fotographen und Anne vor‘s Souterrain, wo wir das Ende meiner selbstverschuldeten Freiheit in gebührlichem Maße feiern konnten. Kebapträume wehten durch die Stadt.

Am Morgen dann stand das Update auf iOS12 bereit—leider ohne das versprochene Seifen-Emoji. Aber es gibt eine irre App, die Maßband heißt, und mit der ich, das darf der Zweite, der gottseidank unsichtbar ist, nicht wissen: den ganzen Tag vertrödelt habe. Auf dem iPad Pro ist es eine Lust, damit Räume zu kartographieren. Geradezu ein Hammer (sic) ist dabei die Funktion, dass die Darstellung sich sozusagen merkt, was man schon abgemessen hat. Und wenn ich dann, wie in einem Film, durch den Raum schwenke, sehe ich auf dem Bildschirm die zuvor abgemessenen Strecken graphisch dargestellt. Der Prozessor erkennt auch automatisch meßbare Flächen. Und somit weiß ich jetzt endlich, dass ein leeres Blatt in Din A 4 einen Flächeninhalt von 660 Quadratzentimetern beschreibt.

AUS DEM DACHSBAU

Mittags war es dann soweit: Umgeben von den an der Schattenmauer in der Russenhocke schmausenden Arbeitern, die machten eine Pause mit AU, hatte der Vorarbeiter meinen Lino auf die Mitte des Rasens geführt, um ihm die Premiere des Wunderwerks vorzuführen. Ich verfolgte das Geschehen von einer höheren Neugierde geleitet und wartete freilich auf das Kommando »Wasser marsch‘!«

Doch blieb es still, während dort ringsum aus den in die Grasnarben vergegrabenen Düsen die Strahlen zu parabelförmigen Kurven in die Luft gepresst wurden. Als Mann hegt man ja zum Spritzen aller Art ein freundliches Gefühl. Walfischphantasien kamen auf.

Lino hingegen kratzte sich am Hinterkopf—was täte ich anderes? Nehme mal an, sein Gefühl war dementsprechend dem meinen, als mir 1997 eine der drei Sekretärinnen von Franz-Josef Wagner ein eierkartongroßes Modem des Fabrikats Robotics mit auf die Dienstreise gab, zusammen mit der Weisung »Dann brauchen Sie mich nicht mehr anrufen, um mir ihren Text zu diktieren«. Kurz nur währte die Freude über die technologische Neuerung. An den Spätfolgen laboriere (und oriere) ich heute noch umso mehr.

Dann aber fing ein Zweitaktermotor an, ganz grässlich sägende Geräusche von sich zu geben. Das war die kabellose Zweigschere, mit der sich ein malerisch schwitzender Gärtner im Holzfällerhemd an den Formschnitt der Heckenbuchen geschickt hatte. Warum nicht gleich nackt, bei dem schönen Wetter?

Ich stellte sofort Die Großen Weißen Vögel an, um das zu übertönen. Mein Nachbar machte sich nur von einer Jutetasche begleitet auf zum Steg, um auf seinem Boot das Weite zu suchen (und nicht zu finden, vermutlich, denn der Wannsee ist ja leider sehr klein.) Auf der Tasche stand in Kartoffeldruckbuchstaben DEINE MUTTER.

Wenn ich sterbe, soll meine Seele aber auch nicht zu den Sternen fliegen. Dort ist es furchtbar kalt. Wobei man seit Neuestem wissen sollte, dass das Weltall nach Petersilie duftet.

GRABUNGEN

Als Kind hat mich die Erzählung Ephraim Kishons vom Blaumilchkanal fasziniert und ich kann mich noch immer kaum bremsen, da es jetzt in der sogenannten Wirklichkeit direkt vor meinen Augen passiert: es kommen ja wirklich an jedem Morgen, kurz nach dem Aufgang der Sonne, wenn ich meine Augen aufklappe, jede Menge Männer, bewaffnet mit Vesperbroten, um dann mit viel Höho den unschuldigen Rasen mit Spaten und Motorfräsen zu attackieren. Denselben Rasen, den ich vor ein paar Tagen noch so liebevoll gepflegt. Lino selbst hingegen läßt sich so gut wie überhaupt nicht mehr blicken. Ist ja auch unschön, wenn einem die eigene Überflüssigmachungsmaschine so indiskret vor Augen geführt wird. Wobei die Männer wohl rufen würden, dass man erst mal schauen muss, ob es überhaupt klappt, wenn es denn mal fertig ist.

Und das interessiert mich: Was, wenn aus diesen kilometerlang im Erdreich verlegten Schläuchen nichts kommt, wie verlangt? Was, wenn sich, beispielsweise, der Rasen dann bloss bläht, schliesslich platzt und in den Himmel hinauf eruptiert?

Unappetitlich.
Mein Nachbar hat vorsorglich ein asiatisch anmutendes Kindermädchen eingestellt. Vermutlich eine Koreanerin. Sie schaut anmutig aus, wenn sie so, ganz in Schwarz, mit ihrer weitrandigen Nickelbrille die Terrasse fegt. Mit einem Reisstrohbesen, natürlich.

ARKTISCHE RADIESCHEN

Vor meinem Fenster fängt es sich an zu bewegen. Und zwar an jedem neuen Morgen, denn dort gräbt man jetzt den Blaumilch-Kanal. Sie attackieren die Grünflächen mit Fräsen. Angeblich soll so die neue Bewässerungsanlage entstehen. Ich bin ja leider keine Krähe, aber die Krähen hüpfen zwischen den platinenhaft in den Grundriß meines Lebensraumes gefrästen Bildes herum, so dass ich denke, dass es dort, in den Gräben für sie etwas zu holen geben muß. Vermutlich Würmer.

Im Vorübergehen entdeckte ich dann kurz vor dem schottischen Traditionscafé eine neue Möglichkeit, etwas andersartiges zu essen. Dort war nun in einem Häuschen am Straßenrand, wo in den vergangenen Jahren ein rotgesichtiges Schwulenpaar extrem überteuerte Flammkuchen feilgeboten hatte, ein polnisch grundierter Imbiß eingezogen. Ich fühlte mich vor allem von den prominent angepriesenen Bratwürsten direkt aus Polen angezogen.

Am Herd stand ein Greis, mit einer Frisur, wie man sie eigentlich nur von Perücken her kennt. Auf der von ihm betreuten Bratfläche lagen so einige der von mir begehrten Würste. Sie schauten extrem gut aus. Ich bestellte mehrere. Aber diese, meine, Bestellung schien in Vergessenheit geraten. Jedenfalls ließ mir die die Wartezeit genug an Muße, darüber nachzudenken, warum ich eigentlich nicht davon leben könnte, irgendetwas zu essen, um darüber zu schreiben. Weil das ja eigentlich exakt die Verwertungskette darstellt, der ich mich sehr gerne anheim geben würde. Neulich las ich anläßlich des unerwarteten Todes von Jonathan Gold, dass der wiederum eines Tages auf einer Busfahrt beschlossen hatte, sämtliche Snackpoints entlang dieser Buslinie abzufressen. Und daraufhin — Bang! —: Pulitzer Prize.

Und eigentlich will ich doch nur wissen, wie das zu finanzieren wäre, dass ich um die Welt reisen könnte, um alles auszuprobieren; und um davon zu berichten; beziehungsweise: wo? Weil das ist ja das einzige, was mich interessiert. Anscheinend. Aber das in Echt.

Was Patrick Bahners heute in der Zeitung schreibt, anläßlich des morgigen Geburtstages von Jürgen Dollase, es ist der siebzigste: dass sie bei dem ersten Treffen auf dem Parkplatz gar keine Vorstellung haben konnten, wie der (Dollase) denn aussehen könnte, weil er ja, wie sie annehmen mußten, unendlich reich war.

However. Der Pole wiederum war um diese Uhrzeit herum schon zu stark angetrunken, um mir noch meine Bestellung erfüllen zu können. Als die Würste dann, nach einer halbherzig angedrohten Schlägerei, endlich vor mir abgesetzt wurden, waren sie freilich köstlich. Begleitet von lustlosen Spritzern aus Cocktailsauce und einem süßlichen Ketchup. Mayonaise und sogar etwas Senf waren auch dabei.

Bei Martina & Moritz ging es heute um Essen für Menschen mit nicht sehr viel Geld.

PS Neulich hatte ich das Geräusch, das die Schiffsrümpfe bei der von der Wasserbewegung verursachten Reibung an den Kaimauern als quietschend beschrieben. Das war nicht präzise. Das hierbei verursachte Geräusch ist vielmehr zu beschreiben mit den Worten Woody Allens aus seinem oskarprämierten Film »Manhattan«, wenn er dort, in der ersten Nacht seines Umzugs in eine vermeintlich preiswerte Wohnung sich gegenüber seiner noch minderjährigen Freundin beschwert: »Hörst Du das Stacey? Das klingt doch, als ob der Typ dort oben eine Posaune spielt; nein, als ob der seine Posaune zersägt!«

BANTEAI SREY

Es wird jetzt schon sehr früh dunkel. Und sehr früh werde ich müd.

In einem letzten Aufbäumen gegen das Regiment der nun kommenden Jahreszeit habe ich beschlossen, bis zum kalendarischen Jahreswechsel am 31. Dezember meine kurzen Hosen zu tragen. Ausschließlich!

Das ging auch ganz gut, bis ich dann heute am Nachmittag ausgerechnet Klaus Stockhausen begegnete, mitten auf dem Rosenthaler Platz, der natürlich mit mokantem Gesichtsausdruck mein sogenanntes Outfit kritisierte dergestalt, dass ich also entweder mir längere Strümpfe suchen sollte, oder aber etwas längere Hosen. Er selbst, Stockhausen, hatte einen flauschigen Pulli an, der ihn—overknees—das Strickbild eines Flamingovogels mit Schnurrbart spazieren führen ließ.

So ging ich weiter durch die—seitdem ich in Berlin lebe: mittlerweile bis zur Unkenntlichkeit vergewaltigte Innenstadt. Der radikal unhöflich geführte Bioladen am Weinbergsweg macht jetzt, das ist einem Pamphlet an der Fensterscheibe zu entnehmen, auch bald zu (weil ihnen der Gewerbemietvertrag gekündigt wurde.)

Beinahe alles wurde schon entschieden, bevor wir geboren wurden. Einst hing ein Zeppelin aus Beton von Sarah Lucas an eisernen Kabeln über dem Innenhof in der Sophienstraße, wo in einer Wandecke noch immer ein Schild mit dem eingeprägten Zitat von Bazon Brock hängt. Über den Tod. Sie haben einen Werbefilm über all dies, über uns alle gemacht. Der war ein voller Erfolg. Aber nichts mehr von alledem existiert. Nichts mehr ist noch da.

Später sprach ich mit Katja Eichinger über all dies. Auch über Kubrick. Und über das Schreiben, das Spielen und über Carl Stone. Über den nicht mehr existierenden Zeppelin, und wohin er sich wohl verzogen hat.

12. SEPTEMBER 2018

Ist jetzt das Licht bloß die Zeit, die über sich selbst nachdenkt, oder die Zeit bloß das Licht—ich finde das Zitat aus dem spanischen Gedicht nicht mehr, habe wohl einen Tab zuviel geschlossen und damit war es fort. Unauffindbar geworden.

Am See, den ich vermißt hatte (und wie!), was mir erst klar geworden ist in dem Moment, als ich dort wieder einchecken durfte: in meiner Sphäre, mit der ihr eigenen Kulisse aus Licht und Geräuschen: dem Quietschen der Schiffsrümpfe, irgendwie rostig, dem Kicksen der Blässhühner, dem Rauschen der Schnellstraße; des Schlurpens der Wasser, und, verweht, die Automatenstimme, weiblich, von den Bahnsteigen her gegenüber. Die Auren der Flutlichter aus den benachbarten Gärten. Ein langer Strahl spiegelt sich vom Ruderklub am gegenüberliegenden Ufer kaum zitternd bis auf die Mitte des Schwarz.

Sky is a sea of darkness, sagt Sun Ra. When there is no sun. Der Saturn hat Ringe, der Jupiter einen Fleck. Nach Carl Orff haben sie einen Asteoriden benannt. Angeblich wünschte sich Stanley Kubrick, dass Herr Orff ihm die Filmmusik für die Odyssee im Weltraum schreibt. Aber Orff fand sich dafür schon zu vergreist. Wie Arthur Jafa behauptet, gab es in der ersten Schnittfassung noch eine Erzählstimme über dem gesamten ersten Teil, der auf der Erde spielt, die vor allem die Funktion des Schwarzen Monolithen erklärte. Wie heute bei Terrence Malick!

Und, jetzt geht das los: das wie über Etagen herabklopfende Fallen einzelner Eicheln, die auf ihrem Weg nach unten an den Ästen und am Stamm selbst, aber auch am Eisen meines Balkongitters orffsche Klänge erzeugen. Holz auf Holz.

Ich weiß übrigens noch ganz genau, was ich gestern vor 17 Jahren gemacht habe; wo ich mit wem und im einzelnen war.

VON BERLIN ÜBER HAMM NACH BAD GODESBERG UND ÜBER BONN UND KÖNIGSWINTER ZURÜCK III

So weit ich mich erinnern kann hat es schon immer einzelne Wörter gegeben, die auf mich magisch wirkten; das nicht allein durch ihren Klang beim Ausgesprochenwerden, sondern schon von ihrem Schriftbild her und also beim bloßen Gedanken an ihre Gestalt. Eines davon war Königswinter. Ich kann es nicht mit Bestimmtheit sagen, ob ich das Wort zum ersten Mal in ausgesprochener Form mitbekam (Verkehrsfunk), oder ob ich es doch, was mir naheliegender scheint, in einem Theaterstück von Botho Strauß entdeckte. Lesenderweise. Ganz sicher habe ich aber niemals eine Aufführung von Bekannte Gesichter, Gemischte Gefühle besucht.

So standen wir dann also am letzten Tag unseres Aufenthalts in Bonn am Ufer und warteten auf unsere Einschiffung nach Königswinter. Das angeblich modernste Motorschiff Europas sollte Rheinfantasie heißen. Als es dann kam, schaute es aus wie ein schwimmender Plattenbau. Wir waren ungefähr zweihundert Passagiere, die sich durch erstaunlich breit eingerichtete Rolltreppen und Fahrstühle befördert, auf dem Oberdeck verteilten. Es gab jede Menge Stühle aus grellblauem Plastik, von denen man sich nehmen durfte. Jeder saß bald, wo er wollte. Wie von allein ergaben sich Reihen. Da auch der Boden des Decks in dem freibadhaften Blau der Stühle lackiert war, dachte ich mir zunächst die bunten Menschen weg und dann an Herbert Fritsch. Das linksrheinische Ufer zog in optimaler Geschwindigkeit vorüber. Geräuschlos. Es gab keine einzige Möwe, von denen ich am Morgen erst noch eine gesehen hatte, die in aller Frühe auf dem minimalistisch gehaltenen Glockenturm der St.-Cyprianskirche auf dem goldenen Kreuz gelandet war, bloß um dort dann, in Weiß auf Gold vor blitzblauem Himmel einen weißen Strahl in den Wind zu scheißen. Der Fotograph, dem es mittlerweile den Umständen entsprechend besser ging, also vergleichsweise schlecht, sagte »Ist dir aufgefallen, dass die Menschen in Deutschland Wert darauf legen, dass es unaufhaltsam vorangeht mit ihnen? Man sagt Guten Morgen, fragt, wie es geht und sie sagen ‚Ich bin gut durchgekommen.‘«

An der Kaimauer von Oberkassel stand in mannshohen Buchstaben JANKA ICH LIEBE DICH. Kurios, dass ich denke, das diese Inschrift noch aus den achtziger Jahren stammt (wegen Janka.)

Königswinter hingegen nicht bloß eine Enttäuschung (Brecht hat halt Recht), es war dort einfach nur schlimm. Und das trotz des herrlichen Wetters. Es waren ja, das wurde uns erst an Land klar, sämtliche Passagiere mit uns gekommen. Die blauen Stühle wurden allein fortgeschippert. So also fühlt man sich als Traube. Wobei ich kenn’s ja. Einmal war ich schon in Peking. War fürchterlich und soll nie wieder vorkommen.

Das Vorantrippeln vorbei an leergeräumten, oft schon arg verstaubten Ladenfenstern machte dem Fotographen Lust auf eine Brezel. Doch gerade als wir, offenbar um eine Mülltonne herum, in die Fußgängerzone der Altstadt von Königswinter am Fuße des sogenannten Drachenfelsen geschleust werden sollten, sprang dort ein jüngerer Mann in weißen Sportklamotten von seinem Stuhl auf, um sich mit einem anderen, dort mitten in der Fußgängerzone Aufgebauten, anzubrüllen. Beide standen offensichtlich unter dem Einfluß der unseligen Ostdroge Crystal Meth. Der weiß Gekleidete hielt bald seine Tochter, ein kleines Kind, vor sich wie einen Schild, um sich vor den Kampftritten des anderen zu schützen. Die Kellnerin, selbst noch ein Kind, mußte das mitansehen. Wir auch. Und die anderen legten die Tortengabel beiseite. Ich dachte an das Stück von Milo Rau, das ich in der vergangenen Woche an der Schaubühne gesehen hatte. So ähnlich ging es hier zu. Ein Mexican Standoff von allen mit allen. Aus einem Friseursgeschäft kamen zwei Männer mit Türsteherfrisuren; bei dem einen war erst die eine Seite frisch gemacht. Denen gelang es natürlich, den einen, der dem Geschrei zufolge Dealer war, der mit dem Kind war sein Kunde, nach weiter hinten in die Altstadtgasse abzudrängen, wo sage und schreibe der Gesangsverein Gemütlichkeit mit Th (seit 1862) schon seit dem Morgengrauen sein traditionelles Herbstfest mit Rievkoche samt handgemustem Apfelbrei im bläulich schimmernden Halbschatten eines hierfür eigens aufgebauten Zeltes abhielt.

Die Brezel war schrecklich. Wir schauten andauernd auf die Uhr. Bis auf zwei Frauen, die eine im weinroten Hijab, die andere in samtigem Grün, die wir fortan Backbord und Steuerbord nannten, gab es absolut überhaupt gar nichts zu sehen. Interessanterweise schien die Rheinfantasie mit dem Strom deutlich schneller unterwegs als bei der Hinfahrt nach Königswinter. Ruckzuck waren wir zurück in Bonn.

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