»2017 – Year of the Cat«

»2017 – Year
of the Cat«
Tagebuch

1.9.

Manchmal passiert es einfach so. Ich bin jetzt sieben Jahre herumgelaufen durch die Welt und hatte dabei stets dieses anscheinend unzerstörbare rote Band um den Hals, an dem ein Pendel hing aus purem Silber, darin stand eingraviert: LOVED.

Gestern rief Oliver mich an, und nachdem er mich beim letzten Mal beinahe überfahren hatte, wollte er sich diesmal korrekt ankündigen, und ich sagte: Klar, komm halt.

Wir kennen uns jetzt schon seit 1999, es ist so lange her, dass er mir in Düsseldorf die Montan Bar gezeigt hatte, damals bezahlte er dort, so viel jünger als ich, mit einem Eintausendmarkschein.

Ich würde gerne sagen: We took it from there, aber das stimmt nicht. Fotografie und Text haben sich seitdem nur noch weiter und weiter voneinander entfernt. Ich kann mich an eine Phase erinnern, da haben wir (Oliver und ich) zusammen Geschichten produziert und es war beides: ernährend und schön.

Jeder Mensch hat auch Eigenheiten. Manche davon sind supernervig, aber seine Superkräfte können sie dann aufwiegen. Mit Oliver und mir ist es und war es so, dass ich immer den Moment fürchtete, in dem er etwas essen wollte. Denn egal, ob im ostdeutschen Hinterland war oder irgendwo in Franken: Er benahm sich meiner Meinung nach unmöglich gegenüber den Kellnern und Köchen; was Oliver von diesen Leuten verlangte, war einfach zu viel. Von daher schauderte ich ein bisschen, ihm meiner Crew im Café gegenüber auszuliefern. Wenig später allerdings gab er zu: Besser als dort ginge es nicht.

Danach gingen wir in den Garten, die Sonne war am Versinken und das Wasser, träge, erschien so gülden wie Öl. Mich ausziehend forderte ich ihn auf: Lass uns schwimmen — während ich schon reinsprang.

Danach, die Sonne war noch immer nicht weg, saßen wir nebeneinander auf dem Steg; die Blässhühner cruisten; wir fragten uns, wann junge Schwäne denn weiß sich einfärben — nach dem ersten Winter?, wir redeten über Wohnorte, über die Dauer, über Formen, über das Licht und über die Jahreszeiten und irgendwann fiel Oliver ein, dass er kein Licht dabei hatte, um auf seinem Heimweg auf dem Fahrrad et cetera.

Da zogen wir uns an. Und als ich mein T-Shirt aufhob, fiel eben diese Kette mit den silbernen Anhängseln durch eine Ritze des Stegs. Und Oliver fragte: »War doch hoffentlich nicht deine Kreditkarte?«, und ich sagte wahrheitsgemäß: »Nein.«

»Pling!«

Die ersten Minuten waren schwer zu ertragen. Und es half mir sehr, dass ich einen Gast zu verabschieden hatte. Dann dachte ich stundenlang nach. Verwarf den Gedanken, mit einer Ausrüstung nach der Kette zu tauchen. Es kam dann der aufhellende Gedanke, dass mit dem Versinken der Kette eine ganze Ära endlich vorbeigegangen war.

31.8.

Für die Vermietung seines Hinterzimmers an die Ortsgruppe der AfD bezahlt der Besitzer des kleinen Hotels gegenüber einen hohen Preis auf Raten: Über Nacht wurde die dem Café zugewandte Seite seines Hauses bis auf Höhe des ersten Stockwerks mit rosafarbenen Plakaten tapeziert, die für ein profeministisches, antirassistisches Festival werben. Die seitliche Eingangstür des Hotels war ebenso unter diesem Belag verschwunden wie das einzige Fenster zum Hof, auf dem bei Tage die Liegestühle des Cafés stehen. Der Hotelbesitzer saß telefonierend vor seiner mit Preisschildern zugehängten Fassade, die die einige Tage zuvor aufgesprühten Antifa-Fahnen verdecken sollen. Kurze Zeit später hielt der Transporter eines Malerbetriebes und zwei Männer in weißen Latzhosen machten sich an die mühselige Arbeit, den zentimeterdicken Papierbelag von der Wand zu kratzen. Beim Freilegen der Eingangstür zeigten sich großflächige Beschädigungen an der Lackierung.

Im Café war kein Gast zu sehen, was an dem pestilenzartigen Geruch liegen musste, der mir gleich beim Betreten entgegenstach: Buttersäure! Ich holte mein Döschen Carmex heraus (Methode Albert Rosenfield), um mich mit Tim auf die Suche nach der Gestanksquelle zu machen. Wir fanden gleich hinter dem Café, an der Grenze zum Hotel, einen Einkaufswagen, in dem sich ein Müllsack mit den Plakatieruntensilien fand, sowie einige aufgeschraubte Alete-Gläser, gefüllt mit einem rostbraunen, stinkenden Gel. Vermutlich wurden die nächtlichen Rächer von einem der Taxifahrer, vielleicht auch von einem der seltenen Streifenpolizisten überrascht und ließen auf ihrer Flucht über die Bahngleise ihr stinkendes Utensilio hinter dem – in ihrem Sinne – unschuldigen Café zurück.

Der Morgen war, zumindest halb: im sogenannten Eimer. Aber ein Gutes hatte das Ganze: Tim verriet mir die Zahlenkombination für die rote Metalltruhe, in der die alten Ausgaben der Zeitung bis zu ihrem Abtransport zum Altpapiercontainer gelagert werden. Und zwar seit dem Tag der Eröffnung. Hunderte Ausgaben liegen darin. Durch das Zahlenschloss und die wetterfeste Metallkiste in mint condition erhalten. Ein Schatz!!!

30.8.

Man solle, hatte Doktor Benn verschrieben, ab und an mal aufs Wasser schauen. Aber manchmal werde ich dem auch müde, vielleicht liegt es daran, dass ich es jederzeit haben kann. Dann fahre ich zu dem kleinen Gasthaus am Ufer der Schnellstraße und schaue mir von der Terrasse dort nach Sonnenuntergang den River of Brakelights an. Und die Leuchtbuchstaben der Sparkassenfiliale gegenüber, von denen in jeder Woche vom Wortende her ein weiterer stirbt. Gestern stand dort Spark. Das vorletzte A bereits zur Hälfte erloschen.

Dass George Spencer Brown gestorben ist, vielleicht schon am letzten Donnerstag, habe ich aus einer Randspalte im Feuilleton erfahren. Die Kolumne war so geschrieben, dass ich viele Zeilen lang nicht verstanden habe, worauf es hinaus laufen würde. Und die für mich interessante Nachricht vom Tod George Spencer Browns wurde dann unvermittelt kurz vor Ende des Textes gebracht.

Vor ein paar Wochen hatte ich immer wieder versucht, ihn zu erreichen. Ich hatte ihm Nachrichten auf seinem Anrufbeantworter hinterlassen, ihm geschrieben. Aber ich war nie zurückgerufen worden und es hob nie jemand ab. Die Nummern und Adressen hatte ich einer deutschen Ausgabe seines Only Two Can Play This Game entnommen, das vor ein paar Jahren in einem Kleinverlag erschienen war. Für diese, leider grottenschlecht übersetzte, herzlos gestaltete Ausgabe hatte er noch ein weiteres Vorwort verfasst, an dessen Ende er seine Telefonnummern und Adressen gesetzt hatte. Verbunden mit der Bitte, ihn anzurufen, mit ihm in Kontakt zu treten, ihn mit Fragen zu belästigen. Ich hatte keine Frage, ich hatte eine Bitte: Ob ich ihm bitte eine anständige Übersetzung machen dürfte. Denn die im sogenannten Bohmeier Verlag erschienene Ausgabe hatte mit seinem Text eigentlich nichts gemein. Es war nicht nur von der Qualität der Übersetzung her schlecht gelaufen, vor allem hatte man dort aus was weiß ich für welchen Gründen, die gesamte Struktur des Buches, seinen Aufbau, in dem ein großer Teil seiner Schönheit besteht, durch mir willkürlich erscheinende Kürzungen zerstört.

Only Two Can Play This Game ist 1971 erschienen. Es ist ein Buch über die Liebe: »Man has nothing to say on its own, but what he says he gets from the woman. The woman has it complete but she has no voice to say it, the man is the voice; he is the poet and she is the muse. And if the voice of man divorces from its feminine source and thinks it can say it all on its own, then we get this nightmare – or comedy if you like to look at it that way«. Den Text entwickelt George Spencer Brown vom Ende seiner Liebeserfahrung her. Es beginnt mit einem Bild von den Toren des Himmels, die sich alle 500 Jahre nur für einen Augenblick öffnen. Doch er kommt zu spät. Und muss nun weitere 500 Jahre warten. Warum es schief gegangen ist, erfährt der Leser in Andeutungen. Es waren wohl familiäre Zusammenhänge, kulturelle Unterschiede zwischen seiner Herkunftswelt und der seiner Braut. Nun ist die Tür geschlossen, das Bild der Tür wiederholt sich. Ansonsten macht der Text formal vier Wandlungen durch. Es gibt zunächst mehrere Vorworte (Vorwort zum Vorwort, Einführung, Brief vorab (»Lovely Girl,«)), dann ein Hauptstück, das aus elf Gedichten besteht. Diese Gedichte formulieren die Klage. Dann kommt die sogenannte Ausführung. Und ein Postscriptum. Hier ist aber erst die Mitte des 144 Seiten umfassenden Bandes erreicht. Denn nun gibt es eine kommentierte Bibliothek, geordnet nach Schwierigkeitsgraden (easy, harder, hard). Dann erst nähert er sich einem Schluß an mit der sogenannten Abschiedsreise.

Es ist das wertvollste Buch, das ich besitze. In jeder Beziehung. Zum Glück kann ich es lesen. Wer die deutsche Ausgabe gekauft hat, versteht leider kein Wort.

29.8.

Gestern Nachmittag bekam ich endlich ein für mich mittlerweile legendäres Exemplar der International New York Times vom 20./21. August 2016. Am Samstag war ich in Zürich und Jan teilte mir per SMS mit, ich solle mal diese Zeitung befühlen, da würde nun ein anderes Papier verwendet, es sei seidenzart. Aber sämtliche Ausgaben, es war da schon spät am Abend, die ich in den Läden auf der Landstraße befühlte, hatten das gewohnte Papier. Schließlich bat ich den fernen Freund, seine Ausgabe unbedingt aufzubewahren.

Eine wichtige Maßnahme. Vor allem, da sich die Annahme, es handele sich um eine Art haptischen Relaunch unter Beibehaltung der grafischen Formalien – ein für wenige Stunden mir als aufregend subtiles Konzept die Fantasie anregend –, sich bereits mit den darauffolgenden Alltagsausgaben als falsch erwiesen hatte. Die Zeitung erschien nun wieder auf dem gewohnten, etwas raueren Papier ohne jenen Schimmer, vor allem auch ohne dieses pergamenthafte Knistern, das ich nun gestern zum ersten Mal mit eigenen Ohren genießen durfte. Es war wohl ein einmaliger Vorgang, der auch nur einen bestimmten Teil der Auslandsauflage in veränderter Papierqualität erscheinen ließ. Das Knistern vertont übrigens besonders hübsch die Geschichte auf Seite zwei, ein großes Porträt des Insektenstichforschers Justin Schmidt, der sich zum Zweck seiner Forschung — you do the math. Schmidt sagt, der schlimmste Schmerz würde vom Biss der Pogonomyrmex ausgelöst, einer Unterart der Knotenameisen (die hierzulande Gott sei Dank nicht vorkommen). Den Schmerz beschreibt er als deep and ripping. Der Satz auf dem seidig glänzenden Papier und dazu das Knistern: ein Gedicht!

Soll man alte Zeitungen dann trotzdem noch lesen? Die Antwort liefert in dieser Ausgabe der Comicstrip: Man sieht Snoopy, der ein Bündel aufgespießter Marshmallows von der Feuerstelle wegträgt. Als er das Panel verlassen hat, sagt Charlie Brown zu Linus van Pelt: »Who else do you know who keeps toasted Marshmallows in the freezer?«

28.8.

Jeder Text bringt auf seiner Außenseite eine Schattenwelt zur Blüte, da mag es sich um Verdrängtes, um Unausgegorenes handeln, vielleicht sind es auch Versionen ex negativo, die während ich deren Gegenteil zu bannen suche, umso lebhafter auf ihre Existenz hinzuweisen sich verpflichtet finden. Mit den Mitteln des Kampfes um meine Erinnerung.

So wurde ich in meinem Traum in ein lichtes Labor entführt, das einer Sekte gehörte. Es handelte sich um Anhänger eines neuen Scaphismus, meinem Gefühl nach kultivierte Leute, doch wurden mir die Bilder des Traumes aus einer fixen Zentralperspektive heraus vorgeführt. Und so erkannte ich auch erst allmählich, denn dazu gab es keine weiterführenden Erklärungen, zu welchen Experimenten dieses Labor von jenen, die mich dorthin geführt hatten, gedacht war.

Es gab keine Boote. Jedenfalls nicht in der überlieferten Form. Die Probanden lagen nackt in perlmuttschimmernden Wannen, die mit einem subtrathaltigen Gel, einer fürsorglichen Nährlösung, die sie auch vor einem eventuellen Wundliegen schützen sollte, durchspült wurden. Der folternde Schmerz, die Qual, die einst auf primtive Weise durch das Gemisch aus Honig und Milch, durch die Hitze des Hochsommers und durch die Insektenschwärme beigebracht worden war, man hatte sie gänzlich in das Innere der Schädel verlegt.

»Wir induzieren ihnen auf dem Wege einer simplen Manipulation der Elektrochemie ihrer Gehirne einen unablässigen Liebeskummer. Dazu bedarf es, da wir lediglich die Reizwege anzapfen und gewissermaßen irritieren, noch nicht einmal eines in der Realität unerreichbaren Subjekts. Das Leiden dieser Probanden, das sie hier bezeugen, auch Frauen darunter – sie können nicht viel mehr noch als liegen –, ist dennoch so tiefgehend wie wahrhaftig zu empfinden. Dabei geht es, objektiv betrachtet, um nichts. Und dieses Nichts höhlt sie dennoch vollkommen aus.«

Noch mehr als eine Stunde des Transkribierens liegen heute noch vor mir. Ich bin gespannt, was sich dadurch auf der Schattenseite ergibt.

27.8.

Es gab in der DDR tatsächlich zwei verschiedene Modelle von Außenbordmotoren, erklärte mir der Mechaniker in Potsdam gestern Mittag: Zur heute noch auf Ebay gehandelten Forelle, einem formschönen Zweitakter in türkis und orange, wurde ein speziell für Faltboote geeigneter Seitenmotor namens Tümmler hergestellt, der aus einer roten Blechkapsel und einer daraus hervorgehenden langen Welle bestand. Herr Müller war einst für die Reparatur dieser Motoren ausgebildet, mittlerweile hat er sich auf Yamaha spezialisiert. Eine schattige Halle im Potsdamer Hafen, wo auf zig Lastkarren montiert, zig Außenbordmotoren ihrer Wartung harren. So nun auch meiner. Es gibt wohl ein Vergaserproblem. Sehr angenehme Umgangsformen dort in der maritimen Garagenwelt.

Dann brachte ich meiner Mutter das alljährliche Geburtstagsständchen auf ihrem Anrufbeantworter dar, und lockte Wolfgang Ullrich in den Biergarten, um ihn dort im Schatten der Kastanien gnadenlos mit alkoholfreiem Weizenbier abzufüllen. Eine Strategie, die sich bezahlt machte: Wir redeten zwei Stunden lang über beinahe alles. Immer wieder wird mir dann beim Anhören eines Bandes klar, wie wenig ich von einem Gespräch noch weiß. So, als ob ich während des Gespräches mich darin, im Gespräch selbst, aufgelöst befunden hätte. Beim Abhören dann wird mir erst bewusst, was genau gesagt wurde. Die Schönheit des gesprochenen Wortes tritt für mich dann erst hervor und es ergeben sich neue Zusammenhänge, die mir währenddessen, im Moment des Sprechens und Zuhörens, noch nicht klar geworden waren. In dieser Form.

Das Verhältnis von Rede und Niederschrift scheint mit vergleichbar mit einem Traum und einer nachträglichen Begehung eines Gebäudes, in dem dieser Traum sich abgespielt hatte (im Traum). So denn so etwas möglich wäre. Ich ginge dann in diesem rekonstruierten Traumgebäude umher, von einem Raum in den anderen, auch einmal vor die Tür und schaute mir das Haus von außen an: So war das also. So hängt das miteinander zusammen.

26.8.

Sonnig heute. Die Temperatur beträgt derzeit »18*«; die Höchsttemperatur wird bei »32*« liegen. Der erste Termin im Kalender heute ist um 14 Uhr 30.

Schon interessant, was das iPad so alles weiß. Schön auch der Einsatz des Semikolons. Auch dass es das Celsiuszeichen anzeigen kann, es mir aber auf seiner Tastatur selbst nicht zur Verfügung stellt. Bis heute hat es sich auch noch kein Mal wegen Überhitzung abgeschaltet. Das war bei meinem ersten Modell andauernd der Fall (damals wurde ein gelbes Warndreieck angezeigt; ich weiß noch nicht einmal, wie das aktuelle Hinweisdesign auschaut). Als ich mal in Beirut war, ließ es sich nur in geschlossenen Räumen verwenden. Was das iPad nicht weiß: Gestern Nacht war, wie schon in der Nacht zuvor, ein spektakulärer Sternenhimmel zu sehen. Sogar eine Sternschnuppe habe ich gesehen gestern, so plötzlich tauchte die auf, dass mir erst viel später eingefallen ist, dass ich mir etwas hätte wünschen dürfen.

Noch vor dem Morgengrauen wurde ich von lautem Geschnatter geweckt, das sich noch in wütendes Lärmen steigerte. Das kommt eigentlich nie vor, Enten schweigen in der Dunkelheit, also nehme ich an, dass sie die Wasserschlange bekämpfen mussten. Wobei: sind Wasserschlangen nachtaktiv? Diese jedenfalls ist dünn, vielleicht zwei Finger breit, aber sehr lang mit einem blauen Kopf (die Farbe verläuft dann auf ihr Körperende hin zu einem grünlichen Braun). Und sie kann, ich habe es mit eigenen Augen gesehen: klettern. Sie kroch aus dem Wasser, indem sie sich schlängelnderweise bewegte, einen Pfeiler empor, schlängelte sich wie ein Gartenschlauch über das Gitter des Steges und sprang an dessen schattigem Ende in ein Gebüsch.

Und noch zwei seltsamen Wesen bin ich gestern begegnet: ein Tagpfauenauge landete direkt neben mir auf einem Blatt und klappte seine Flügel auf. Dafür hatte es sich kopfunter positioniert, sodass mir die beiden blauen Augen wie mich betrachtend erscheinen – sollten? Das war an dem kleinen Sandweg zum Strand, auf dem mir kurz zuvor eine Person begegnet war, die eine große aufblasbare Wassermelonenscheibe trug; so groß und dabei mir zugewandt, dass ich nur noch die nackten Beine darunter als menschlich identifizieren konnte, alles Übrige war bereits zur Melone geworden.

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